Sonntag, 9. Dezember 2012

[Rezension] - "Sieben Minuten nach Mitternacht" oder : Es kommt!

Titel: Sieben Minuten nach Mitternacht
Autor: Patrick Ness / Siobhan Dowd
Originaltitel:  A Monster Calls
Verlag: cbj
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenzahl: 216
ISBN-13: 978-3-570-15374-1
Preis : 16,99 €
 



Klappentext:
Das Monster erscheint sieben Minuten nach Mitternacht. Aber es ist nicht das Monster, das Conor fürchtet. Was er eigentlich fürchtet, ist jener monströse Albtraum, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter ihre Behandlung begann. Dieser Traum, in dessen Herzen tiefstes Dunkel herrscht und wo im Abgrund ein Albtraumwesen lauert, bis dann ein Schrei die Nacht zerreißt …

Das Monster aber, das scheinbar im Garten hinter Conors Haus lebt, verkörpert etwas völlig anderes. Es ist uralt, wild und weise – es ist das Leben selbst. Und es ist gekommen, um Conor zu helfen. Doch auf welchen Weg Conor sich mit seinem gigantischen Freund begeben wird, ahnt er nicht. Er wird ihn hinab in die tiefsten Tiefen seiner Seele führen, er wird ihn in seinen Albtraum begleiten und dann wird er ihm das Gefährlichste überhaupt abverlangen: die ganze Wahrheit. Denn nur wenn Conor sich dieser stellt, wird er das wahre Wesen des Lebens erkennen …[Verlagstext]

Meine Meinung:

Ich glaube, es gibt kaum eine/n Bloggerin, der/die es nicht rezensiert hat, oder? Aber es ist soooo toll. Ich habe mir das Buch während des Hypes extra nicht gekauft, weil ich Angst hatte, enttäuscht zu werden, aber da lag ich ja meilenweit daneben. Dieses Buch ist wirklich toll.

Aber fangen wir am Anfang an. Conor hat Albträume. Und das schon ziemlich lange. Er ist eigentlich ein sehr sehr lieber und sympathischer Junge und der Leser wird von Anfang an in seinen Bann gezogen. Man fühlt jeden Albtraum mit ihm mit und man hat Angst um Conor, wenn "das Monster" kommt. Man erfährt auch von Anfang an, das seine Mutter Krebs hat und es nicht gut um sie steht.
Das Monster beginnt dann, Conor Geschichten zu erzählen, die zuerst anders erscheinen, als sie in Wahrheit sind. Conor denkt über diese Geschichten nach und auch der Leser beginnt zu kombinieren, inwiefern sich diese Geschichten aufs echte Leben übertragen lassen.
Es ist ein Buch über Krankheit und Tod. Aber auch darüber, dass man das Leben schätzen sollte und dass es nicht jedem Menschen vergönnt ist, solange zu leben wie man es sich wünscht. Es setzt sich mit Verlust und Schmerz auseinander und hilft dabei, jemanden loszulassen, den man fast mehr liebt als alles andere auf der Welt.


Dieses Buch hat mich zutiefst berührt und ich habe am Ende der Geschichte bitterlicht geheult. Es ist ein Buch, über das man auch noch Wochen später nachdenken muss und dass einen, trotz der schwierigen Thematik, doch zum Lächeln bringt.

Fantastisch sind sicherlich auch die wundervollen Illustrationen, die die Geschichte in ihrer Schlichtheit doch vervollkommnen.
Der Satzbau ist einfach gehalten, dennoch gebe ich zu, dass man oft zwischen den Zeilen lesen muss, um den Sinn dahinter zu verstehen.


Meine Bewertung: 6 Punkte!

Kommentare:

  1. Hat das Buch nicht einen Preis bekommen?

    LG May

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  2. Das ist richtig. Das Buch wurde 2012 mit der Carnegie Medal ausgezeichnet, war nominiert für den deutschen Jugendliteraturpreis. Dort hat das Buch dann gewonnen in der Kategorie "Jugendjury".

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